Herzlichen Dank, Markus Hungerbühler

Verdankung Markus Hungerbühler als Stadtparteipräsident.

Am 15.4.2008 wurde Markus Hungerbühler zum Parteipräsidenten gewählt. In diesen zehn Jahren hat er die Partei professionalisiert, die Parteifinanzen saniert, die Partei offener und sichtbarer gemacht, wenn auch bei den letzten städtischen Wahlen nicht mit gewünschtem Erfolg.

Er war überall präsent; kein Anlass, an dem die CVP Stadt Zürich nicht vertreten war. Dies gilt auch für die Ebene der Kreisparteien. Die Teilnahme an deren Generalversammlungen und an den Quartierfesten war für ihn selbstverständlich, auch wenn es bedeutete, am Samstag von früh bis spät quer durch die Stadt unterwegs zu sein. Wenn man ihn angefragt hat, hat er sich auch für Vorstandssitzungen der Kreisparteien Zeit genommen. Die Kontakte mit den Medien hat er intensiv gepflegt, stets erreichbar, um keine Aussage verlegen, wodurch sich unsere Medienpräsenz erhöht hat. Zudem hat er die Reaktionszeit optimiert: Zu jedem relevanten Ereignis hat sich die Partei zeitnah geäussert und ihre Haltung dargetan. Auch das Vitamin CVP geht auf seine Initiative zurück. Seither hat er eisern daran festgehalten: «Die Mitglieder müssen schriftlich, nicht nur elektronisch informiert werden.»

Wir haben gezählt: 36 Delegiertenversammlungen, 47 Vorstands- und 64 Präsidiumssitzungen hat er geleitet (exkl. Wahlsitzungen). Das braucht viel Vor- und Nachbereitung. Markus Hungerbühler war stets ausgezeichnet vorbereitet. Er hat keine Verabschiedung, keine Ehrung und keinen Dank vergessen und dabei stets die richtigen Worte gefunden. Er scheute sich nicht, Unangenehmes oder Schwieriges anzusprechen und anzupacken. Bekannt ist er für seine Hartnäckigkeit: Mit Geduld, aber auch dem nötigen Druck hat er bei den Kreisparteien immer wieder das Nötige eingefordert: Kandidatenlisten usw. Die städtischen Vorstandsmitglieder wurden – zuweilen auch persönlich – gebeten, an Sitzungen teilzunehmen: «Wir brauchen die Präsenz aller an den Vorstandssitzungen der Stadtpartei, die Termine sind ja lange im Voraus bekannt». Wir wurden von ihm auch stets an unsere Pendenzen erinnert: «Gäll, Du vergissisch nöd…» und «Häsch das scho chöne abkläre?». Dabei ist er selber äusserst zuverlässig. Sein zeitliches Engagement für die Partei war ausserordentlich. Die Diskussionskultur war von Respekt geprägt, auch wenn man unterschiedlicher Meinung war. Kritik nahm er ruhig entgegen. Er diskutierte engagiert, stets offen für andere Meinungen und Haltungen. Auch das Gesellige war ihm wichtig. Sein üblicher Satz nach den Sitzungen «Gömmer no eis go nä?», stiess jeweils bei Vielen auf Zustimmung. Auf die Durchführung der entsprechenden Anlässe, wie bspw. die Neujahrsbegrüssung legte er besonderen Wert. «Gäll, Du chunsch au?».

Markus Hungerbühler ist ausgezeichnet vernetzt, sei es innerhalb der CVP, in Wirtschaft, Verbände und Interessengemeinschaften, in andere Parteien oder Behörden. Wir haben davon profitiert. Es ist sein Verdienst, dass an den Anlässen der Stadtpartei stets bekannte CVP-Vertreter als Gastredner auftraten und CVP Schweiz-Präsident Gerhard Pfister unseren Wahlauftakt letzten Herbst mitgestaltete. Seine Kontakte trugen darüber hinaus dazu bei, dass unsere Wahlkasse gut gefüllt war und wir bei den Wahlen dieses Jahr kein Defizit zu gewärtigen hatten. Ebenfalls initiiert hat er den Austausch mit anderen Stadtparteien, was jedoch – mit Ausnahme von Genf – leider nicht gelang. Den urbanen CVP-Sektionen mehr Gehör zu verschaffen, ist ihm nach wie vor ein wichtiges Anliegen.

Im Namen der CVP Stadt Zürich danken wir Markus «Hungi» Hungerbühler für sein beispielhaftes Engagement als Parteipräsident. Wir hoffen und sind zuversichtlich, weiterhin auf seine Erfahrung und Unterstützung sowie seine motivierenden Worte zählen zu dürfen.

Astrid Hirzel und Ruth Ackermann, Vizepräsidentinnen CVP Stadt Zürich